FAQ

Mehr wissen: Alles zu Nachhaltigkeit, Sicherheit und Technik

Nachhaltigkeit

Warum ist Dual Fluid Energie nachhaltig?

Weil ein Dual Fluid Kraftwerk den Kernbrennstoff sehr gut nutzt, kann es auf wenig Fläche sehr viel Energie bereitstellen. Es braucht dafür weniger Flächen und Materialien als andere Kern- oder Kohlekraftwerke, und noch viel weniger als Wind- und Solarkraft. Weil es außerdem nur wenig Brennstoff braucht und keine langlebigen Abfälle dauerhaft zurücklässt, ist Dual Fluid Technologie eine der nachhaltigsten Energiequellen überhaupt.

Wie ist die CO2-Bilanz von Dual Fluid Energie?

Kernkraft ist nach den Berechnungen des UN-Klimarats (IPCC) genauso klimafreundlich wie Windkraft: Bei beiden fallen nur 12 mg CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde erzeugtem Strom an. Ein Dual Fluid Kraftwerk hat im Vergleich zu aktuellen Kernkraftwerken eine noch günstigere CO2-Bilanz, weil es klein und besonders ressourcenschonend gebaut werden kann. Sobald die Anlage läuft, produziert sie überhaupt keine Emissionen.

Warum wächst der weltweite Energiebedarf?

Milliarden Menschen streben heute nach den gleichen Sicherheiten und Annehmlichkeiten, die in wohlhabenden Ländern selbstverständlich sind: elektrische Haushaltshilfen, temperierte Wohnungen, Gerätemedizin. Daher wird der Strombedarf weiter stiegen – auch in den reichen Ländern, wo Rechenzentren und Elektromobilität den Bedarf in die Höhe schnellen lassen. Um trotzdem das Klima und die Natur zu schützen, müssen wir sämtliche CO2-armen Techniken nutzen.

Warum kann Dual Fluid Technologie das fossile Zeitalter beenden?

Ein Kraftwerk mit Dual Fluid Technologie ist im Bau etwa so teuer wie ein Kohlekraftwerk. Danach fallen nur noch wenige Kosten an, denn erstens braucht ein Dual Fluid Kraftwerk wenig Brennstoff. Zweitens sind in vielen Ländern spaltbare Reststoffe im Überfluss vorhanden. Strom aus Dual Fluid Technologie wird deshalb so günstig sein, dass fossile Energieträger von den Märkten verschwinden können.

Welche Brennstoffe kann ein Dual Fluid Kraftwerk nutzen?

Ein Dual Fluid Kraftwerk kann jedes spaltbare Material nutzen, darunter Natururan, Thorium, aufbereiteten Atommüll oder Waffen-Plutonium.

Welche Reststoffe bleiben übrig?

Während der energetischen Nutzung im Dual Fluid Reaktor wird der Brennstoff kontinuierlich verbraucht. Unser kleines modulares Modell, das wir zuerst bauen, funktioniert als Satellitenlösung: Nach Ende eines Verbrennungszyklus von 20 bis 30 Jahren wird der verbrauchte Brennstoff aus dem Kraftwerk entfernt. Dann wird er in unserer Recyclinganlage so aufbereitet, dass die noch nutzbaren Stoffe einen neuen Verbrennungszyklus durchlaufen können. Was übrig bleibt, ist nach wenigen hundert Jahren abgeklungen.

Mit einer integrierten Recyclinganlage, die Teil unseres Gesamtkonzepts ist, kann dieser Prozess sogar fortlaufend in einem geschlossenen Kreislauf geschehen. In beiden Fällen verwerten wir den Brennstoff fortlaufend und vermeiden so ein Endlager.

Warum kann ein Dual Fluid Kraftwerk Atommüll verbrennen?

Heutige Reaktoren können nur 5% des Brennstoffs nutzen. Bereits existierende, sogenannte schnelle Reaktoren könnten auch die restlichen 95%, die im Moment als Atommüll gelagert werden, verwerten. Russland  tut das bereits. Doch das lohnt sich kaum, weil auch diese Reaktoren mit Brennstäben laufen. Deren Produktion und Recycling ist aufwendig und teuer. Dual Fluid Technologie verzichtet auf das umständliche Hilfskonstrukt der Brennstäbe und kann Reststoffe effizient und fast vollständig nutzen.

Wie lange kann man Deutschland mit dem bestehenden Atommüll versorgen?

Die in Deutschland vorhandenen Reststoffe könnten uns mehrere hundert Jahre lang voll mit Strom versorgen, ohne dass ein einziges Gramm Uran gefördert werden müsste. Die verbleibenden Reststoffe wären nach wenigen hundert Jahren abgeklungen.

Was kostet das Recycling mit der Dual Fluid Recyclinganlage?

Eine Recyclinganlage mit einer jährlichen Kapazität von 1000 Tonnen könnte den gesamten hochradioaktiven Abfall Deutschlands innerhalb von 20 Jahren verarbeiten. Würden die nutzbaren Stoffe anschließend im Dual Fluid Reaktor zu Strom gemacht, wäre das Verfahren sogar gewinnbringend – im Gegensatz zur Endlagerung, die ausschließlich Kosten verursacht und wertvolle Ressourcen verschwendet.

Wird die Dual Fluid Technologie Wind- und Solarenergie verdrängen?

Kernkraft sollte, sorgsam ausbalanciert, zusammen mit anderen CO2-armen Energiequellen so eingesetzt werden, dass Menschen überall auf der Welt ausreichend saubere Energie haben. Wir sehen uns nicht als Konkurrent, sondern als Partner von Wind- und Solarenergie, denn wir spielen im selben emissionsarmen Team.

Sicherheit

Wie trägt Dual Fluid Technologie zum Frieden bei?

Die meisten Konflikte drehen sich um den Zugang zu Ressourcen – heute wie vor tausenden Jahren. Wohlhabende Staaten führen viel seltener Krieg. Dort, wo Menschen es geschafft haben, in materieller Sicherheit zu leben, sind bewaffnete Konflikte nicht mehr lohnend. Erschwingliche und verlässliche Energie trägt dazu entscheidend bei. Außerdem kann Dual Fluid Technologie bei der Abrüstung helfen, indem sie spaltbares Material aus Atomwaffen zu Strom macht.

Kann ein Dual Fluid Kraftwerk Waffenmaterial bereitstellen?

Um an Waffenmaterial zu kommen, braucht man kein Kernkraftwerk. Mit anderen Techniken geht das heute günstiger und leichter. Wollte man aus einem Dual Fluid Kraftwerk waffenfähiges Material entnehmen, müsste man es erst komplett umbauen, was den Aufsichtsbehörden sofort auffallen würde. Und da es auch Plutonium aus alten Kernwaffen nutzen kann, ist es potenziell eine Abrüstungsmaschine.
Fun Fact: Nordkorea hat Atomwaffen, ganz ohne Reaktor. Südkorea hat zivile Kerntechnik, aber keine einzige Atomwaffe.

Könnten Terror oder Sabotage gefährlich sein?

Nein. Die nuklearen Teile des Kraftwerks stehen unterirdisch sicher geschützt in einer Betonhülle. Dadurch sind sie für Flugzeuge oder Geschosse unerreichbar. Falls es jemand schaffte, die Brennstoffmischung zu manipulieren, könnte die Temperatur stärker ansteigen als vorgesehen. Aber dann würde die Schmelzsicherung greifen, und der Brennstoff würde der Schwerkraft folgend in spezielle Behälter ablaufen und aushärten.

Kann ein Dual Fluid Kraftwerk explodieren?

Nein. Die Anlage regelt sich vollständig selbst: Wenn die Temperatur sich erhöht, dehnt der Kernbrennstoff sich aus. Dadurch verlangsamt sich die Kettenreaktion und die Temperatur nimmt automatisch wieder ab, ganz von selbst. Eine Kernschmelze ist unmöglich, da der Brennstoff im Kern bereits geschmolzen ist. Und da nichts unter Druck steht, kann auch nichts explodieren.

Könnten Erdbeben ein Dual Fluid Kraftwerk gefährden?

Nein. Die starke unterirdische Betonhülle eines Dual Fluid Kraftwerks hält selbst Erdbeben stand. Bei Stromausfall würde der Brennstoff nach unten ablaufen, wodurch die Kettenreaktion sofort unterbrochen würde.

Kann ein Dual Fluid Kraftwerk brennen?

Nein. Ein Dual Fluid Kraftwerk muss – wie jede andere Industrieanlage auch – alle Anforderungen des Brandschutzes erfüllen. Es kommen nur Materialen zum Einsatz, die den hohen Betriebstemperaturen standhalten. Deshalb kann nichts anfangen zu brennen.

Kann man ein Dual Fluid Kraftwerk in der Nähe einer Siedlung bauen?

Ja. Ein Dual Fluid Kraftwerk kann sehr gut in der Nähe einer Siedlung stehen, weil es inhärent sicher ist und sich vollständig selbst reguliert – einschließlich der passiven Selbstabschaltung, die ohne jedes menschliche Zutun funktioniert.

Technik

Ist der Dual Fluid Reaktor ein modularer Reaktor?

Das Dual Fluid Prinzip funktioniert unabhängig von der Reaktorgröße. Als erstes werden wir einen kleinen modularen Reaktor mit etwa 300 MW elektrischer Leistung bauen, der besonders preiswert, flexibel und schnell realisierbar ist. Unsere größeren Modelle mit vielfacher Leistung, die später dazukommen sollen, verfügen über eine integrierte Recyclinganlage. Neben Strom können sie besonders günstig Prozesswärme bereitstellen, die zur Herstellung von Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen dient.

Was ist neu an der Dual Fluid Technologie?

Dual Fluid Technologie verzichtet auf Brennstäbe und nutzt stattdessen zwei zirkulierende Flüssigkeiten: Eine trägt den Brennstoff, die andere führt die Wärme ab. Auf diese Weise kann der Kernbrennstoff hoch effizient und so gut wie vollständig genutzt werden, ohne dass langlebige Reststoffe dauerhaft zurückbleiben. Diese Entwicklung ist eine echte Innovation. Darum hält Dual Fluid darauf ein Patent – das erste Patent auf eine Reaktor-Entwicklung seit den 60er Jahren.

Warum laufen heutige Reaktoren mit Brennstäben?

Die Brennstab-Technik ist ein Relikt des kalten Kriegs: Weil Reaktoren mit Brennstäben Plutonium liefern, das man leicht extrahieren kann, wurden sie in der Nachkriegszeit bevorzugt entwickelt. Andere Reaktortypen mit flüssigem Brennstoff, die für eine rein zivile Anwendung viel geeigneter waren, gerieten dadurch in Vergessenheit.

Welche Flüssigkeiten zirkulieren im Dual Fluid Reaktor?

Der Kernbrennstoff wird als Flüssigmetall-Eutektikum zirkulieren. Als Kühlmittel ist flüssiges Blei vorgesehen.

Gab es schon einmal einen Flüssigkernreaktor?

Die USA betrieben Ende der Sechzigerjahre an ihrer nationalen Forschungsstätte Oak Ridge mehrere Jahre lang einen experimentellen Flüssigkernreaktor (Molten Salt Reactor) mit geschmolzenem Uransalz. Unter der Regie von Alwin Weinberg, einem Pionier der friedlichen Kernkraft-Nutzung, lief er jahrelang sicher und zuverlässig. Die amerikanische Regierung ließ das Projekt fallen zugunsten eines anderer Reaktortyps mit festen Brennstäben, der besseren militärischen Nutzen versprach. Heute arbeiten weltweit mehrere Firmen an einer Neuauflage des Molten Salt Reactors. Dual Fluid hat die einzige Technologie, die über Weinbergs Idee entscheidend hinausweist.

Wie funktioniert das Atommüll-Recycling?

Um Atommüll aus heutigen Reaktoren wiederzuverwerten, muss er sauber getrennt werden. Dazu wird er in unserer internen Aufbereitung fein gemahlen, dann verflüssigt und schließlich in die Dual Fluid Recycling-Anlage eingespeist. So aufbereitet, wird der Müll zu Brennstoff für den Dual Fluid Reaktor. Ein Endlager wird damit überflüssig.

Die Mülltrennung geschieht bei Dual Fluid durch ein pyrochemisches Verfahren, das sich von der aktuellen Wiederaufarbeitung grundlegend unterscheidet. In der nichtnuklearen Industrie ist dieses Verfahren seit langem erfolgreich etabliert. Diese Methode ist weit effizienter und kann die Reststoffe genauer trennen als die heutige Wiederaufarbeitung.

Wozu braucht man Wasserstoff?

Wasserstoff kann zukünftig Fahrzeuge und Schiffe antreiben und als Speichermedium für Strom aus Erneuerbaren dienen. Durch die hohe Temperatur, die ein Dual Fluid Reaktor im Betrieb erreicht, lässt sich Wasserstoff in einem großen Dual Fluid Kraftwerk zu einem marktgerechten Preis herstellen. Damit rückt eine Energiewirtschaft, die komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet, näher.

Welche Materialien halten Temperaturen von 1000 Grad Celsius stand?

Aus der nichtnuklearen Industrie sind genügend robuste und hitzebeständige Werkstoffe bekannt. Diese Materialien werden schon heute unter noch härteren Bedingungen als in einem Dual Fluid Kraftwerk eingesetzt: So gibt es Turbinen mit Teilen aus Siliziumcarbid, die einem 1500 Grad heißen, hochkorrosiven Gasstrom dauerhaft standhalten.

Wird das Konzept funktionieren?

In den letzten Jahren haben zahlreiche Studien von uns und unabhängigen Wissenschaftlern die Machbarkeit unserer Technologie bestätigt. Hier eine Auswahl:

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