Die Kerntechnik macht weltweit große Forschritte. Gleichzeitig erkennen immer mehr Menschen den Wert der Kernkraft für das Klima und die Natur. In den Medien zeichnet sich ein Einstellungswandel ab.

 

2013 erregte der Dokumentarfilm Pandora´s Promise Aufsehen: Er porträtierte junge Menschen, die aus Klima- und Naturschutzgründen von Kernkraft-Gegnern zu überzeugten Anhängern wurden. Heute ist das keine Kuriosität mehr: Weltweit stellen sich Politiker und Journalisten gerade die Frage, wie wir unsere Emissionen wirklich senken können – und welche Rolle die Kernkraft dabei spielen kann. Insbesondere die „neue“ Kernkraft der sogenannten vierten Generation verändert die Debatte. Sie verspricht inhärente Sicherheit und Abfallvermeidung, womit die wesentlichen Anti-Kernkraft-Argumente obsolet wären.

Neue Kernkraft verändert die Debatte

Inzwischen wagen sich auch die ersten deutschen Blätter an das Thema heran. Den Anfang machten Spiegel und Cicero im Frühjahr 2019 mit Interviews der Technikhistorikerin und Pro-Kernkraft-Aktivistin Anna Veronika Wendland. Die Zeit zog im Oktober nach mit Rainer Klute, dem Vorsitzenden des Vereins Nuklearia, der in einem ganzseitigen Beitrag die Chancen und Möglichkeiten neuer Kernkraft erklärte. Die Kommentarspalten quollen über. Im November wagte der Spiegel einen mehrseitigen Beitrag, der sich ausschließlich neuer Kernkraft widmete und fragte: „Ist der deutsche Atomausstieg ein Irrweg?“ Seitdem scheint ein Damm gebrochen. Im Juli forderte Anna Veronika Wendland in der Zeit: „Stoppt den Atomausstieg“, kurze Zeit später titelt der Focus: „Atomkraft, ja bitte!“. Dabei erwähnt der Focus auch Dual Fluid als Protagonisten neuer Kernkraft.

Die neue Berichterstattung zeigt: Deutschland ist keine Insel. Überall macht die Kerntechnik Fortschritte, die es wert sind, gesehen zu werden. Den Atomausstieg zu hinterfragen, ist deshalb wieder ein Thema. Und das mit gutem Grund.

 

Hier geht es zum Film Pandoras Promise von Robert Stone

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